Axel trifft ...

Axel trifft ...

Der Podcast, bei dem Interviews zu Gesprächen werden

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00:00:02: Axel Trift, der Podcast, bei dem Interviews zu Gesprächen werden.

00:00:07: Das war's fast für zwanzig, fünfundzwanzig.

00:00:09: Das ging wirklich schnell.

00:00:10: Ich bin Axel Metz und so kurz vor Torres.

00:00:12: Schluss möchte ich noch ein tolles Gespräch mit euch teilen, das ich mit dem Sänger der legendären Band City geführt habe.

00:00:20: Tony Kral, der hat im Herbst ein Album aufgenommen als Tony Kral und die Kings vom Prenzlauer Berg.

00:00:26: Der Titel vom Album genau so war's.

00:00:29: Und darum geht's unter anderem.

00:00:31: Viel Spaß beim Hören.

00:00:33: Für mich auf alle Fälle eine große Freude.

00:00:35: Eigentlich wollte ich dir ja schon vor einer ganzen Weile mal Interviewen gemeinsam noch mit Fritz.

00:00:40: Da wart ihr auf eurer Abschiedskurve als City unterwegs.

00:00:45: Damals war ja noch Corona-Zeit und du warst beim Corona-Test positiv.

00:00:50: Musst du es dann nochmal nachgucken lassen, ob es wirklich ist nach Testen.

00:00:54: Warst dann negativ oder mal die Interviewzeit rum.

00:00:57: Also habe ich mit Fritz geredet über alles, was wichtig war über City.

00:01:01: Mit dir konnte ich es nicht.

00:01:02: Ich erinnere mich, ich habe hier ein Isoliert-Zimmer gesessen bei offenen Fenster.

00:01:07: Das war arschkalt, wenn man das Wort noch sagen darf.

00:01:12: Und dann musste ich zum Flughafen mich dort professionell testen lassen.

00:01:15: Nicht so mit Schnelltest, sondern

00:01:18: richtig.

00:01:19: Jawohl.

00:01:20: Und war es dann Gott sei Dank negativ und konnte es dann deine Anschlüsstermine alle machen.

00:01:25: So, nun kann ich mit dir auch über das letzte Kapitel von CD reden.

00:01:30: Ihr habt ja euer letztes Konzert gemacht damals.

00:01:33: Ja,

00:01:33: einen da vorher, am dreißigsten.

00:01:34: Ja, am dreißigsten, genau.

00:01:36: Zum Jahresende.

00:01:38: Wie hat sich das für dich angefühlt, als dann klar war, das war das letzte Konzert.

00:01:43: Fritz hat damals im Interview gesagt, wenn wir sagen, es ist Schluss, dann ist Schluss, danach gibt's kein CD mehr.

00:01:49: Und das hat man ja dieses endgültige Jahr immer im Hinterkopf.

00:01:53: Genau.

00:01:55: Ja, genau, das hatten wir so geplant, diesen, sagen wir mal, gemeinschaftlichen Band-Suizid.

00:02:03: Und wir wollten nach dem Ableben von Klaus in unserem Schlazzäuger, wollten wir kein neues Kapitel mehr aufschlagen, aber die fünfzig Jahre erfüllen, haben wir gemacht.

00:02:13: Es war danach ein bisschen, wie sagt man, ja, da hat man so einen, so einen, doch einen kleinen Schmerz gespürt.

00:02:23: Was haben wir denn über das Anja-Richter als zu Ende war?

00:02:25: Und dann ist ja vierzehn Monate später eben Fritz auch verstorben.

00:02:30: Und damit war dann völlig klar, City kann es einfach auch nicht mehr geben.

00:02:35: Nicht nur wird es nicht mehr geben, geht

00:02:37: gar nicht mehr.

00:02:39: Und in dieser Konsequenz habe ich sozusagen meine Solo-Füße ausgestreckt und ein Solo-Album aufgenommen.

00:02:49: In der Zwischenzeit zwischen City und jetzt... Hast du ja so ein bisschen gastiert bei Silly?

00:02:56: Ja.

00:02:57: Uwe und Richie haben ja erzählt, dass sie sich total gefreut haben, mit dir das Ganze so zu machen.

00:03:03: Und die haben ja vor allen Dingen erzählt, wie sehr du dich gefreut hast, dass du zu tun hast.

00:03:08: Ja, ich war sehr, sehr dankbar.

00:03:11: Die Sillys haben mir sozusagen eine weiche Landung mehr oder weniger ermöglicht.

00:03:17: Und dass sie mir das überhaupt zugetraut haben, ihre Lieder anvertraut haben.

00:03:20: Ich habe ja dort die Lieder von Tamaraisung und es ist doch in die ganz andere Musik eine andere Kunst, als sie das gemacht hat.

00:03:29: Und da hat mich sehr gefreut, dass sie mir zugetraut haben.

00:03:35: Und das war dann auch richtig gut.

00:03:37: Also wir haben gerade hier in Leipzig, in Mewand, das haben wir drei Mal gespielt mit dem Programm.

00:03:42: Ja, das war riesig.

00:03:46: Ja, aber wenn ich jetzt weitermachen wollte, sie sind traurig, dass ich nicht mehr dabei bin.

00:03:54: Ja, weil es nicht geht.

00:03:56: Ich kann nicht beide Sachen mit hundert Prozent machen.

00:03:59: Und das erwarten Sie von mir, da erwarte ich von mir, das ist mein Anspruch.

00:04:05: Und deswegen haben wir uns getrennt, aber man soll ja sagen, sagen niemals nie, so heißt ja auch nie, doch mein Album.

00:04:12: Bei weh ist irgendwann, führen uns die Wege vielleicht wieder zusammen.

00:04:17: Und wenn die jetzt nicht traurig wären, dass sie weg bin, dann würde ich mich auch...

00:04:23: Julia hat auch... Mir erzählt, wie sie dich empfunden hat, wie du dir die Sachen von diesen Songs zu deinen eigenen Songs gemacht hast.

00:04:33: Ist ja auch eigentlich nicht einfach, wenn man da von einer Frau gesungen Songs nimmt und dann als Mann die interpretiert, da kommt ja schon auch ein ganz anderer Flavor mit rein.

00:04:42: Ich hatte auch den absoluten Respekt gerade vor den Liedern von Tamara, die meines ist eine Heilige.

00:04:48: Und dass man diese Lieder wirklich auch mit... entsprechender Demut und Respekt erarbeitet.

00:04:57: Es gab nur einen Weg für mich.

00:05:00: Ich muss sie zu meinen machen, weil dann erweise ich den größten Respekt vor diesen Songs und vor Tamara.

00:05:12: Und mit Julia war das auch wunderbar.

00:05:13: Das ist ja eine tolle Sängerin, unglaublich liebenswürdige Person.

00:05:19: Ich dachte, die ist radikal nett.

00:05:22: Das war eine tolle Zusammenarbeit.

00:05:26: Wir haben uns da gut reingeteilt.

00:05:28: Welcher

00:05:29: Titel von denen, die du gesungen hast, hat dich am meisten überrascht, so beim Zueigenmachen?

00:05:37: Also, was ich wirklich so sehr zu eingemacht habe, mir zu eingemacht habe, am meisten war Mont Clamotte.

00:05:48: Ich hatte den Eindruck, der ist für mich gemacht.

00:05:52: Ich hab's doch noch mal angesagt.

00:05:53: So, jetzt mach ich das.

00:05:54: Das ist jetzt mein Lied.

00:05:56: Ihr kriegt fünf Minuten, ihr braucht wieder.

00:05:59: Dann hab ich das gesungen und dann war ... Ja.

00:06:03: Da war ich seelig, die Cillis waren seelig und die Publikum auch.

00:06:06: Natürlich hab ich immer ein paar Schlauberger, die hier kommen sind, die sagten, das ist aber nicht Tamara.

00:06:12: Ja, mein Gott, das hab ich auch gemerkt.

00:06:18: Jetzt machst du wieder unter eigener Flagge.

00:06:20: Weiter hast dir eine eigene Band zusammengestellt.

00:06:25: Die Kings von Prenzlauer Berg.

00:06:28: Ja, mit X übrigens hinten, ja.

00:06:30: Ja, das habe ich schon bemerkt, dass das hat ja sicherlich auch seinen Grund, warum du es so schreiben lässt.

00:06:37: Na, ich habe erstmal den Namen ausgesucht, um eine Brücke zu schlagen für die Bescheidwissen zu City.

00:06:43: Das war ein City-Titel der King von Prenzlauer Berg.

00:06:47: Ich hab's mit X hinten geschrieben, weil es gab ja schon verschiedene Kings.

00:06:52: Also die berühmtesten, die Kings aus England, hinten mit K geschrieben, also auch falsch.

00:06:59: Und ja, ich wollte einfach auch nicht mit anderen Monashin in der Welt, da in Konflikte geraten, deshalb hinten mit einem X. Ja, tolle Bände geworden.

00:07:12: Erzähl mal, wie steht ihr dann auf der Bühne, wenn's euch dann im Konzert geht?

00:07:16: Ja.

00:07:16: Wie viele Leute sind dabei, welche Instrumente werden gespielt?

00:07:19: An einer Gitarre spielt Reinhard Peterreit von Rockhaus, der Gründungsmitglied und immer noch Rockhaus macht natürlich.

00:07:30: An den Keyboards ist der Produzent der City, die letzten Alben alle produziert hat.

00:07:36: Und auch das neue Album hat er auch ebenfalls produziert, steht mit auf der Bühne an den Keyboards und macht ein Programming, also was da alle elektronisch ist.

00:07:46: Dann haben wir einen Shellisten.

00:07:48: Tobias Unterberg, der war früher bei den Insta-Baggerables, der ist ein Crossover-Cellist, der spielt von Klassik bis zu Punk alles und alles ganz toll.

00:08:02: Und der Cello schmeichelt meinen Ohren, also ist ein sehr schöner, warmes Instrument, den ich mag.

00:08:09: Am Schlagsdruck ist Carsten Klick, der heißt wirklich so Klick.

00:08:14: Noch dazu ist er nicht nur Schlagzeuger, sondern auch als Fotograf hat er sich einen Namen gemacht, heißt er auch noch Klick, weil bei ihm macht es immer Klick.

00:08:23: Der hat ein Tausend Benzig spielt, ist aber namentlich nicht so bekannt.

00:08:30: Wie habt ihr euch gefunden?

00:08:31: Logisch, dass meiste sind so die alten Connections, man kennt sich.

00:08:36: Man ist sich schon über den Weg gelaufen.

00:08:38: Ja,

00:08:39: in Berlin gibt es ein paar Kneipen, wo sich die Musiker treffen.

00:08:42: Wir kennen uns schon seit Jahrzehnten teilweise, haben auch schon die eine oder andere Kollaborationen gemacht, mal mit dem, mal mit dem.

00:08:52: Und so habe ich mir das zusammensucht.

00:08:55: Ich wollte auch ein paar Kollegen, mit denen ich umgehen kann und die mit mir klarkommen.

00:09:01: Und ganz wichtig, da wir auch Songs von City spielen.

00:09:06: Sollten die auch den entsprechenden Respekt vor den Alten, die dann haben, nicht nur mit dem neuen Album, was selber mit bei gewesen sind, sondern ja eben auch den Backkatalog, den müssen sie auch bearbeiten.

00:09:18: Und da freuen die sich auch drauf.

00:09:20: Das ist ja, sagen wir so, für eure Fans, für deine Fans ja eigentlich eine sehr gute Welt, weil erstens mal man hört noch was von früher und es gibt Neues dazu.

00:09:35: Das ist irgendwie lustig.

00:09:36: Ich habe Anfang der Woche mit Quaster von den Pudis gesprochen.

00:09:39: Okay.

00:09:40: Der ist ja auch unterwegs und macht alles Mögliche und gibt Konzerte.

00:09:44: Und ich frage mich, dass das so mit Anfang Achtzig ist das nicht langsam ein bisschen viel?

00:09:49: Nein, der sagt, um Gottes Willen.

00:09:50: Rente sollte verboten werden eigentlich.

00:09:53: Also Ruhestand.

00:09:54: Du hast auch keine Lust, dich... zurückzulehnen, aufs Sofa zu setzen und in Ruhe noch älter zu werden.

00:10:01: Absolut nicht.

00:10:01: Ich meine, es gibt immer Freunde, Bekannte oder auch Leute, die ich treffe, die sagen, wenn ich es ja toll, dass ihr da so einen schönen Ende gefunden habt, da eigentlich auch Schade drum, aber trotzdem, jetzt kannst du ja mal die Füße hochlegen und dir paar schöne Tage machen.

00:10:22: Dann frag ich mich die Fragen und sag dann, was Was ist denn das schöne Tage, man?

00:10:27: Soll ich jetzt jeden Tag Kuchen fressen, bis ich umfalle?

00:10:30: Nee, ich mache mir schöne Tage, indem ich Musik mache.

00:10:34: Das hält mich am Leben und solange noch jemand da draußen gibt, der das hören will, gehe ich dahin.

00:10:41: Das ist, glaube ich, auch so.

00:10:43: der Punkt, warum Musiker sein ist ja ein gefährlicher Beruf an sich.

00:10:48: Viele Musiker schaffen es ja bis zum gewissen Alter gar nicht.

00:10:51: Also diese berühmte, siebenundzwanzig Jahre Schallmauer, ungesunder Lebensstil kann da auch mit dazu gehören.

00:10:59: Und wenn man es dann aber geschafft hat, die, die so über diese einzelnen Altershürden drüber gesprungen sind und auch so gesundheitlich Glück auch haben, also dass die Gene mitspielen und so, die schaffen es bis auf ein ziemlich hohes Alter und sind sehr, sehr lange fit.

00:11:14: Das ist schon irgendwo, weil man mit Leidenschaft seinen Beruf macht.

00:11:19: Weil man es mit Leidenschaft macht und sie sieht ja mich Jagger an.

00:11:23: Der ist nur noch dann der über Prototyp für Jugendlichkeit auf der Bühne.

00:11:30: Mit über Achtzig macht der dort einen Marathon auf der Bühne.

00:11:34: Und singt alles live.

00:11:36: Also da ist nicht mit Playback oder so.

00:11:40: Also toll, super.

00:11:41: Ja, ich bin von Beruf Toni Kral und bei dem Job gibt es nur einmal auf der Welt.

00:11:49: Ja, bin ich sehr glücklich mit.

00:11:51: Und das ist mein Beruf, ist mein Hobby, ist mein Leben.

00:11:55: Dass du alles machen kannst, was du willst, ist schön.

00:11:57: Was tust du dafür?

00:12:00: Dass es so bleibt.

00:12:02: Jetzt um mich fit zu halten oder so eine Sache?

00:12:05: Ja, da mach ich das Wort, was man so eigentlich jeder, der ein bisschen lebensfroh sein will und gemütlich alt werden will.

00:12:14: Was man macht, ein bisschen Gymnastik.

00:12:16: Stretching, Dänungsübungen, Liegestürzen, die Planke.

00:12:22: Da mache ich tatsächlich so eine gute halbe Stunde jeden Morgen.

00:12:28: Ich muss mich mobilisieren, außer wenn ich ganz, ganz früh aufstehe, weil ich einen Termin habe, dann nicht.

00:12:34: Also ich sage mal fünfmal die Woche auf jeden Fall.

00:12:37: Ernährungstechnisch, was gibt es bei dir?

00:12:41: Eigentlich alles, was mir schmeckt.

00:12:42: ... bin mäglich.

00:12:46: Also ich mäg nicht viel, aber das lasse ich dann gerne.

00:12:49: Und da pass ich nicht auf auf irgendwelche ... ... meine Frau, die stellt mir immer so ein paar ... ... Ladungs-Aggenzungspillen hin und sagt, ... ... ist ihr gesund, ist ihr gesund?

00:13:00: Ja, nehm ich dann ... ... aber ich weiß nicht, was das ist.

00:13:04: Also du machst ... ... eigentlich nichts Außergewöhnliches, aber ... ... es funktioniert und ist gut.

00:13:11: Man muss ja auch, glaube ich, was das angeht, um ein bisschen die Kirche im Dorf lassen können.

00:13:16: Ja, es gibt Leute, die leben für den Sport.

00:13:18: Nee, ich mache den Sport für mein Leben.

00:13:23: Du machst schon sehr, sehr lange Musik.

00:13:25: Das ging ja irgendwann ganz früh in den Sechzigern los bei dir.

00:13:31: Was war das für ein Moment, wo du wach geworden bist und für dich klar war?

00:13:38: So Rock'n'Roll hat man es damals genannt, Beat.

00:13:41: So was, das möchte ich gerne machen.

00:13:43: Gibt es da irgendein konkreten Moment, wo du irgendwo heimlich Westradio gehört hast oder das entdeckt hast, an den du dich erinnern

00:13:52: kannst?

00:13:52: Also der Auslöser für mich persönlich waren die Beatles, zwar ihre erste Single Love Me You, Please Please Me.

00:14:00: auf der anderen Seite, hatten Freunde, die hatten Westverwandtschaft und die haben sie mir erboregt.

00:14:07: Ja, haben sie vielleicht nicht.

00:14:09: Richtig drüber nachgedacht, dann ich hab die immer noch nicht zurückgegeben.

00:14:12: Ich denk, das war mir gerahmt am andermal.

00:14:15: Wir sind immer noch befreundet.

00:14:17: Und da war ich dreizehn, vierzehn.

00:14:21: Und hab gedacht, ist Wahnsinn, die Musik, die ist nur für mich gemacht.

00:14:25: War nicht ganz nur für mich, waren ja dann weltweit Milliarden.

00:14:30: Und das war der Auslöser danach mit viel Arbeit Schläger vom Spiegel hier stand und schon mal probiert, wie stecken da als Rockstar?

00:14:40: Ja, und dann ging es los mit.

00:14:41: Wir brauchen eine Gitarre.

00:14:43: Und dann die ersten Griffe gelernt und die merkte,

00:14:48: aha,

00:14:49: da geht was.

00:14:51: Und dann, ja, das war der Anfang.

00:14:55: Es war allerdings Musiksagen.

00:14:57: Die Musik war damals auch der Zeitgeist.

00:15:00: Das ist heute ein bisschen anders, weil ... Durch die Vielfalt oder die rasante Medienentwicklung, wir hatten ja damals zwei Radiosender.

00:15:12: Und ich glaube, in Dresden hatten sie nur einen.

00:15:21: Das war trotzdem der Zeitgeist.

00:15:23: Und jetzt ist die mediale Welt geplatzt und platzt aus allen Nähten.

00:15:30: Jeder kann ganz schnell da reinstellen, was er will und versuchen, seinen Ruhmesweg zu machen, mit all möglichen Dingen, ob das mit Mode ist, mit Make-up, Artist oder weiß ich, egal.

00:15:48: Und da ist Musik mehr oder weniger, obwohl sich sehr viele Leute immer sagen, sie hören Musik, sie hören Musik, aber mehr als Tapete.

00:15:58: Eine Oberflächigkeit oder Gebrauchsmusik.

00:16:02: Und das erklärt ja auch bis zum gewissen Punkt, dass jetzt auch künstliche Intelligenz eine Rolle spielt in der Musik.

00:16:08: Man kann sich ja mittlerweile hinsetzen und kann der KI beschreiben, was man gerne machen möchte.

00:16:16: Also wie soll der Song sein?

00:16:18: Wie soll der Klingen?

00:16:19: Welche Instrumente sollen da zu hören sein?

00:16:21: Worum soll es im Text gehen?

00:16:22: Und dann drückt man dort auf Enter und.

00:16:24: Ein paar Augenblicke später ist dann was fertig, was auf den ersten Blick oder aufs erste Hinhören gar nicht so schlecht klingt.

00:16:33: Wenn man genauer hinhört, ist es aber auch gar nicht so gut.

00:16:36: Naja, also ich sag mal so, da kann man alles machen und es gibt ein Ergebnis und man kann was hören.

00:16:45: Ich würde denken, das ist jetzt keine Kunst, die man hört.

00:16:52: Naja, aber... Ich kann es nicht aufhalten.

00:16:57: Und ich weiß nicht, wie das funktioniert.

00:16:59: Ich beschäftige mich nicht mit KI und beschäftige mich auch eigentlich nicht so viel mit den neuen Medien.

00:17:05: Da machen da, wo es sein muss, andere für mich.

00:17:08: Das habe ich auf Instagram, Facebook und da gibt es verschiedenste Portale, da offenbar TikTok, glaube ich, keine Account.

00:17:19: Ich komme selber nicht mehr da hin.

00:17:20: Ich sage mal, ich bin doof, ich mache Musik, ihr macht Internet.

00:17:24: Ja, das ist so eine Frage, die mich immer so ein bisschen umgetrieben hat, seitdem ich das mal ausprobiert habe, dann einfach mal gesagt, okay, ich gucke mir das mal an.

00:17:34: Was macht das Ding, wenn ich dann sage, dass und das möchte ich gerne als Ergebnis haben?

00:17:40: Da ist nicht mehr viel menschlicher Einfluss drin.

00:17:43: Diese KI sucht sich alles das zusammen, was es ohnehin schon gegeben hat und backt dann was draus, was.

00:17:52: auf den ersten Blick neu wirkt, aber letztendlich ist es alles schon irgendwo her.

00:17:58: Die KI, soweit

00:17:59: ich von hier

00:18:00: bin, die lernt ja von den Menschen.

00:18:03: Das ist ja schon, was man da hört von Menschen beeinflusst.

00:18:10: Die zieht sich da raus und mischt es irgendwie neu zusammen und dann kommt da irgendein Top-Buy raus.

00:18:19: Und es ist wirklich ein Eintopf, vielleicht nahhaft, aber schön ist es nicht.

00:18:24: Ja, wir wissen nicht, ob sie sonst ist.

00:18:27: Das ist auch noch so eine Frage.

00:18:28: Wenn sich das so fortsetzt, sollte man als Mensch sich so was anhören.

00:18:33: Ist das interessant oder eigentlich nicht?

00:18:36: Ich finde schon, dass was uns Menschen ausmacht, dass wir schon irgendwo selber was kreieren, was vorher nicht da

00:18:44: war.

00:18:46: Ich sag mal, das ist mein Maßstab, aber der muss ja nicht gültig sein für alle.

00:18:50: Es gibt bestimmt Leute, die finden nachher KI gemachte Musik viel, viel besser als Beethoven oder Beatles oder Tonikal.

00:19:03: Ja, dann ist es eben so.

00:19:05: Und da kann man ja auch nicht, da kann man weder dem Einhalt gebieten, noch erst recht, man kann es nicht verbieten und sollte es auch nicht.

00:19:16: Ja, ich bin froh, dass wir so frei sind hier, das eben machen zu lassen.

00:19:23: Und dann muss man es eben auch ertragen.

00:19:27: Das Album heißt genau so was und das ist auch die Single.

00:19:33: Ich finde das sehr, sehr schön, dass du ein ausführliches Booklet mit den Texten mit in die CD mit reingepackt hast.

00:19:44: Die Musik ist Rock'n'Roll.

00:19:48: Ja, ich sag mal, das ist einfach Musik, die die Wurzeln in den Sechziger, Siebziger und Achtziger hat.

00:19:55: Das hört man, aber schon insofern mit der modernsten Aufnahmetechnik zum Super Sound gemacht.

00:20:03: Empfinde ich etwas so.

00:20:04: Nee, empfinde ich genauso.

00:20:06: Und es ist Rock'n'Roll.

00:20:10: Es ist... Die ganz klassische Form, aber das klingt nicht wie ... Ah ja, da haben sie also noch mal ... Also, eine Oldie-Band wiederholt sich.

00:20:18: Also, sowas ist es nicht.

00:20:19: Es

00:20:19: ist keine City-Restaurant.

00:20:21: Das will ich wirklich sagen.

00:20:24: Es gibt, glaube ich, zwei Lieder, die vorher schon gab, die ich schon mal bei City veröffentlichen wollte.

00:20:31: Da kam mir zu spät.

00:20:34: zu spät insofern, weil unser Album schon fertig war und wir hatten schon alles geplant und das ließ sich nicht mehr rückgängig machen.

00:20:42: Ja, die haben es jetzt hier rauf geschafft.

00:20:45: Und ansonsten ist das ja ein neues Zeug und es sind meine Emotionen und nicht die von einer KI Ente.

00:20:54: Axel trifft Tony Kral.

00:20:56: sein Album mit den Kings vom Prenzlauer Berg heißt genauso war.

00:20:59: es ist überall zu haben.

00:21:00: Das ganze gibt es auf Tour.

00:21:02: Auch im neuen Jahr, am elften Januar, in Dresden im alten Schlachthof, am achzehnten Januar, im Leipziger Gewandhaus, am dreißigsten Januar in der Chemnitzer Stadthalle und am einund dreißigsten Januar in Gera, im Kultur- und Kongresszentrum.

00:21:16: Mehr Infos auf tony-kral.de und mehr von Toni Gips im neuen Jahr auch hier an dieser Stelle.

00:21:22: Ich bin Axel Metz, sage danke fürs Hören in diesem Jahr und ich freue mich auf nächstes Jahr.

00:21:27: Rutscht gut rein!

Über diesen Podcast

“Axel trifft” ist ein Podcast für alle, die gerne mehr über Musiker und Promis erfahren wollen, als die üblichen Klatsch - und Tratschsendungen anzubieten haben. Axel Metz, der Mann hinter dem Podcast, ist langjähriger Radiomoderator aus Sachsen und hat seit den 90ern viele nationale und internationale Größen der Rock - und Popmusik interviewt.

In den Gesprächen mit den Künstlern geht es nicht nur um das jeweils aktuelle Album, Geschichten hinter den Hits oder die nächste Tour, sondern auch ganz Privates und oft Überraschendes. Und das fernab von billigen Pseudoenthüllungen.

Von Adel Tawil bis hin zu Wincent Weiss, hier sprechen sie alle….über Gott und die Welt.

von und mit Axel Metz

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