Der Podcast, bei dem Interviews zu Gesprächen werden
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00:00:07: Herzlich willkommen, ich bin Axel Metz.
00:00:09: Hallo, ich freue mich sehr über jeden neuen Abonnenten, der zu uns kommt.
00:00:13: Also bitte weiter empfehlen, wenn ihr das mögt, was ihr hört.
00:00:16: Heute im Gespräch der Singer-Songwriter Kamrat.
00:00:20: Viel Spaß!
00:00:21: Du bist am Start und hast ein neues für deine Fans.
00:00:24: Ja, das war unser Anfang des Jahres.
00:00:26: Das ist ganz witzig, wenn es direkt irgendwie so losgeht.
00:00:27: Ich finde es aber gut, weil ich bin kein Fan von dieser Januar bis Mitte Märzzeit, wo es noch so dunkel ist.
00:00:33: Und dann ist es immer schön, wenn man viel zu tun hat und viele coole Sachen machen kann.
00:00:37: Und genau, es kommt neue Musik, eine EP, eine Single.
00:00:40: Und dann geht es direkt auf Tour mit dieser neuen Musik.
00:00:42: Und das ist eigentlich so das Geiste, was man finde ich machen kann, um eben auch zu feiern, dass neue Sachen draußen sind.
00:00:48: Also von daher, die ersten drei Monate haben es in sich, aber im Positiv
00:00:52: Herlich.
00:00:52: Deine neue EP heißt Trying Not To Panic.
00:00:58: Hat das was mit per Anhalter durch die Galaxis zu tun?
00:01:03: Was ist da die Connection?
00:01:05: Ja, dort gibt es ja diesen Reiseführer per Anhalter durch die Galaxis.
00:01:10: Und da steht schon vorn drauf mit schönen, groß freundlichen Buchstaben keine Panik.
00:01:17: Ah, okay.
00:01:18: Ja, nee, es hat sich nichts damit zu tun, aber ich finde, dass es immer ein gutes Motto ist.
00:01:22: Und bei mir ist es so, es hat viel mit meinem eigenen Leben zu tun.
00:01:24: Ich glaube, mit dem Leben... dass wir alle irgendwie führen.
00:01:28: Ich meine, wir alle leben zum ersten Mal und wir alle kommen immer wieder in Situationen, wo wir uns denken, wie kriegt das jetzt hin?
00:01:34: Und das ist egal, ob das jetzt wie bei mir zum Beispiel ist, dass auf einmal ein Song wahnsinnig gut funktioniert oder halt auch nicht.
00:01:40: Oder dass man zum ersten Mal in der TV-Show ist oder was auch immer.
00:01:42: Oder ob das keine Ahnung, eine Trennung von einem Ex-Partner ist.
00:01:45: Oder ob das eine Familien-Situation ist, die sich ändert.
00:01:49: Und ich glaube, wir alle... müssen uns und dürfen uns auch eingestehen, dass das nicht immer alles easy ist und dass man auch ab und zu mal ein bisschen die Nerven verlieren kann.
00:01:59: Und das aber ganz wichtig ist, dass man irgendwie bei sich bleibt.
00:02:01: Und die IP behandelt so ein bisschen das in Kombination mit Humor und so einer gewissen Leichtigkeit.
00:02:06: Weil ich finde, das macht es ganz auch einfacher, dass man eben nicht den Verstand verliert, dass man so ein bisschen über sich selber lachen kann.
00:02:13: Deine neue Signal heißt Hack Yourself, also nehmt dich mal selber in den Arm.
00:02:18: Genau,
00:02:18: das wäre die genaue Übersetzung, wenn man etwas kurz weg hört und einen Buchstaben austauscht, klickt es auch ein bisschen wie etwas anderes, nämlich Fuck Yourself.
00:02:26: Also es ist so ein bisschen eine Mischung, es geht ein bisschen darum mit einem Augenzwing, kannst du sagen, so pass auf, in diese Situation Beenden wir das jetzt hier mal und mir geht's gut so wie ich bin.
00:02:38: Ich mag mich so wie ich bin.
00:02:39: Und wenn du das nicht wertschätzt, dann geh du deinen Weg.
00:02:41: Ich gehe mein.
00:02:42: Du verpasst dir gerade mehr als ich und dann verbringen wir Zeit mit dir alleine.
00:02:47: Ich mach das auch alleine und ich komme schon klar.
00:02:49: Und ich glaube diese Haltung auch, dass man seinen Selbstwert anerkennt, dass man sich nicht.
00:02:54: weiter runterziehen lässt von Menschen, die das vielleicht tun.
00:02:56: Ich glaube, das kennt jeder, egal in welcher Situation.
00:02:59: Das ist ganz wichtig.
00:03:00: Und vielleicht auch gerade im neuen Jahr.
00:03:01: Also ich glaube, jetzt wollen alle so ein paar negative Sachen hinter uns lassen im letzten Jahr und das neue Jahr positiv starten.
00:03:07: Ich glaube, das ist ein bisschen vielleicht der Song, der das auch einleiten kann, weil es einfach so ein bisschen so ist nach dem Motto.
00:03:12: Alle Leute, die mich nicht wertschätzen, die sollen halt einfach weg bleiben.
00:03:16: Das ist so eine Erkenntnis, die jeden von uns irgendwann mal so trifft, dort zu sagen, Moment, ich muss jetzt mal menschlichen Ballast abwerfen, Leute, die einen runterziehen, die kommen aber auch nicht so ohne Grund zu einem.
00:03:33: Wie erkennst du Menschen, die so neu auf dich zukommen, dann irgendwann als diejenigen, die dann wirklich nicht zu dir passen?
00:03:41: Woran machst du so was fest für dich persönlich?
00:03:45: Ich glaube, dass Bauchgefühl eine große Rolle spielt.
00:03:47: Und ich glaube, je, es klingt jetzt aus, weil ich wahnsinnig alt, aber es ist trotzdem so, je mehr Lebenserfahrungen wieder zukommt und je mehr Leute man getroffen hat und je häufiger man vielleicht enttäuscht wurde, bis zu schneller weiß man auch, was sind denn so die Sachen, die mir selber sofort sagen, okay, das könnte funktionieren oder nicht.
00:04:03: Und bei mir ist es ganz viel Bauchgefühl.
00:04:05: Also wirklich, wenn ich jemanden kennenlerne und ich merke, in dem Moment irgendwas stimmt nicht.
00:04:09: Also entweder passt der Humor nicht oder es ist irgendwas komisches Distanz und ich kann mich nicht öffnen oder man connectet einfach nicht, dann muss man darauf hören.
00:04:17: Oft versucht man das direkt zu ignorieren, aber ich habe eigentlich ein bisschen gelernt.
00:04:21: Der erste Moment, dieses erste Bauchgefühl, das lügt einen meist nicht an und ich glaube da erkennt man schnell, ob es passt oder nicht und ich glaube auch zu verstehen, dass es überhaupt nicht schlimm ist.
00:04:31: wenn man sich nicht mit jedem Menschen gut versteht.
00:04:33: Und wenn nicht jeder Mensch einen Mark und andersrum, das ist völlig okay.
00:04:37: Solange man sich nicht gegenseitig bekriegt oder was auch immer, darf man auch mal sagen, ey, die Person kann ich nicht leiden und ich würde gerne ohne die Person was machen.
00:04:43: Das ist in Ordnung, solange das alles auf einem harmonischen Level bleibt.
00:04:47: Ja, also friedliche Co-Existenz ist ja auch was.
00:04:50: Man muss ja wirklich nicht jeden lieben.
00:04:52: Nein, absolut.
00:04:53: Und das geht auch gar nicht.
00:04:54: Ich glaube, ganz wichtig, ich glaube, darum geht es noch in einem Song, dass man sich selber... und gut findet.
00:04:59: und ich glaube das fällt allen natürlich immer schwer und ich will auch nicht immer nur diese selbstliebe und sowas predigen aber ich finde es ist schon mal auch es ist zumindest für die drei Minuten des songs einmal kurz erlaubt sich selber gut zu finden und einmal selbstbewusst zu sein und dann können wir alle weiter an uns arbeiten und selbst kritisieren aber auch mal kurz zu sagen ich bin gut wie ich bin und ich brauche menschen um mich herum die mich besser machen und das auch schätzen wie ich bin.
00:05:22: insofern ist ja das wort selbstbewusst sein Ja, eigentlich schon ein richtiges Wort, weil es bedeutet ja nicht, dass man sich selber total toll findet.
00:05:32: Man ist sich selbstbewusst über seine Stärken und Schwächen.
00:05:38: Und wenn man selbstbewusst ist, kann man auch an sich arbeiten, weil man halt sich darüber bewusst ist, woran man arbeiten muss und möchte.
00:05:47: Deine EP, fünf Titel am Stück, das ist ja eigentlich schon fast ein halbes Album.
00:05:55: Das stimmt, also es ist.
00:05:56: lustigerweise ist es so, dass ich habe gelernt, irgendwann habe ich, ich glaube meine ersten EP hatte sechs Songs.
00:06:02: Und da hat mir irgendwann jemand gesagt, so ja, aber Moment, sechs Songs sind offiziell schon ein Album, nicht so wie sechs Songs sind offiziellen Album.
00:06:08: Ich dachte, also solange ich das EP nenne, ist das auch eine EP.
00:06:11: Nee, ab sechs Songs ist ein Album bis... Sechs Songs ist eine EP, deshalb hat sie jetzt fünf.
00:06:16: Das liegt daran, dass wir, wenn man mal ein Album machen möchte oder sowas, dann immer noch die Chance dafür haben.
00:06:21: Aber es ist auch einfach so, dass ich finde, das ist eine gute Anzahl an Songs, die man auf einmal verdauen kann, die man mitnehmen kann, wo man erst mal das Gefühl hat, okay, wenn ich jetzt zum Beispiel die meinen Gut fang, dann kriege ich erst mal vier weitere Songs, die irgendwie mir was geben, die das weiter erzählen, aber ich werde nicht direkt überfordert.
00:06:39: Und Bruno Mars letztens irgendwann gesagt, weil er immer kurze Alben macht.
00:06:42: Also acht Songalbum.
00:06:44: Ich glaube, das passt auch auf den EP.
00:06:46: In den Songs steckt wirklich alles von mir.
00:06:48: Also ich spiele jedes Instrument, ich singe jede Stimme, ich mache alles, ich schreibe alles.
00:06:53: Das heißt, ich glaube, mit fünf Songs kriegt man schon so viel von mir, dass das quasi auf wie ein Album wirkt, aber vielleicht einen nicht direkt überfordert.
00:07:01: Wir schauen nochmal zurück auf zwanzig, fünfundzwanzig.
00:07:03: Das war ja ein sehr, sehr gutes Jahr für dich.
00:07:05: Du bist permanent irgendwo im Radio zu hören gewesen, die Leute mögen deine Musik.
00:07:11: Bis XXV wäre schön, wenn es so weitergehen könnte, oder?
00:07:15: Total, aber was ich auch gelernt habe, also erst mal bin ich wahnsinnig dankbar für XXV, ich bin wahnsinnig dankbar für XXIV und alle Jahre davor und mir ist aber auch klar und das ist das Gute, glaube ich.
00:07:25: dass es nicht immer nur so laufen kann und dass auch genauso zu den tollen Momenten, wo alle auf einmal den Song feiern gehört, dass irgendwann mal ein Song kommt, den nicht alle total super finden.
00:07:35: Ich würde mir natürlich wünschen, dass das genauso weitergeht und dass jeder Song genauso gut ankommt.
00:07:40: Aber ich kann mein eigenes Glück nicht davon abhängig machen.
00:07:43: Also ich finde es super, wenn Leute Spaß haben an meiner Musik, wenn es Leuten was gibt und wenn wir auf Tour zusammen feiern.
00:07:48: Und das wird auch passieren.
00:07:49: Aber ob das jetzt genauso erfolgreich wird wie die letzte Single.
00:07:52: Das kann nicht der Maßstab sein, weil dann, glaube ich, geht man immer traurig durch die Welt.
00:07:58: Und ich freue mich einfach, die Musik rauszubringen.
00:08:00: Und wenn sie erfolgreich wird, wenn sie noch erfolgreich wird, dann ist es super.
00:08:02: Wenn nicht, worauf nicht schlimm, weil ich mag das sehr gerne.
00:08:05: Und dann kommt das nächste.
00:08:07: Über Hug Yourself haben wir schon gesprochen.
00:08:09: If I Break Your Heart.
00:08:11: Das klingt da schon auch so ein bisschen nach der Message von Hug Yourself.
00:08:16: Ja, auch so ein bisschen nach Herzschmerz.
00:08:19: Ja, lustigerweise.
00:08:20: Ich glaube, also, habt ihr selbst den Moment, wo man merkt, okay, das funktioniert nicht mehr, ich fühle mich nicht wohl, ich möchte es ändern.
00:08:26: Und das ist auch ganz wichtig.
00:08:27: Aber was auch wichtig ist, ist eben Sachen zuzulassen.
00:08:30: Und Eva Breck, your heart, haben wir quasi davon, dass man einer Person sagt, pass auf.
00:08:35: Du hast immer Angst, dein Herz brechen, du hast immer Angst, dass du verletzt wird.
00:08:39: Lass dich bitte drauf ein, ich verspreche dir, wenn ich dir mein Herz breche, dann kannst du alles kaputt machen.
00:08:42: Du kannst mein Auto kaputt machen, du kannst meine Trinit-Karte nehmen, alles ausgeben, mach meine Wohnung kaputt.
00:08:47: Ich geb dir alles, was es bei mir gibt.
00:08:50: Bitte, bitte vertraue mir einfach nur.
00:08:51: Und irgendjemand hat mal gesagt, dass es wie eine Haftpflichtversicherung für eine Beziehung ist eine sehr unromantische Beschreibung.
00:08:58: Aber genau das ist es.
00:08:59: Ich finde, man darf nicht immer zu viel Angst haben.
00:09:02: Es gehört dazu, dass man auch mal Risiko eingeht und damit man was Gutes erleben kann.
00:09:06: Und wenn es halt nicht klappt, dann klappt es nicht.
00:09:08: Aber der Song will es ein bisschen aufmuntan.
00:09:11: Öffne dich, traue dich.
00:09:13: Ja, Live Sucks klingt ja auch eigentlich eher negativ, aber so willst du es gar nicht gesehen wissen, weil das Leben ist ja eigentlich immer in irgendeiner Krise unterwegs.
00:09:23: Irgendwas ist ja immer.
00:09:25: Schön, bei Live Sucks mal einfach so ein bisschen zu sagen, das Leben ist nicht mal einfach, aber mit dir ist es in Ordnung und mit dir schaffe ich das schon.
00:09:31: Und ich glaube, das ist auch total wichtig, dass man halt eben nicht... glaube ich, in so einer Situation ist, wo man nur sagt, das Leben muss immer schön sein.
00:09:38: Alles ist immer nur rosig und ich immer die rote Brille auf, das stimmt nicht.
00:09:42: Aber man muss sich das Leben so drehen und gerade in der heutigen Zeit, wo wirklich so viel Negativität überall ist und wo alles sehr bedrückend ist, dass man sich seine Oase so ein bisschen schafft über die Menschen, die man so um sich rum hat.
00:09:54: Und das finde ich ganz wichtig und deshalb ist es so ein bisschen eine ehrliche Feststellung.
00:09:59: Es ist nicht immer geil, aber mit dir ist es auf jeden Fall besser.
00:10:01: Und insofern passt es ja auch dort, die Erkenntnis zu haben, das Leben ist nicht zu hundert Prozent glücklich sein, sondern es, Glück sind die Momente zwischen den Abschnitten, wo das Leben der Herausforderung ist.
00:10:15: Total.
00:10:17: Und auch schwierig ist.
00:10:19: Ja, und ich habe das teilweise auch der IP auf ein paar Trainungs-Songs, obwohl ich auch schon seit zwölf Jahren in der Beziehung bin und dann fragen alle immer, ja, wie kann das denn sein?
00:10:26: Dann sage ich aber auch mal, na ja, Leute.
00:10:28: Zwölf Jahre in der Beziehung sein bedeutet nicht, oder noch länger in der Beziehung sein bedeutet nicht, dass die jeder Tag immer frisch verliebt ist.
00:10:34: Sondern es bedeutet, dass man Höhen und Tiefen zusammen mitmacht und auch den Tiefen.
00:10:39: Gießt dann momentan, wenn man sich denkt, ey, geht es, schaffen wir das?
00:10:42: Und dann schafft man das und dann wird es eben besser.
00:10:43: Und ich glaube, wenn man das einmal verstanden hat, dass das Leben immer ein Auf und Ab ist und nicht immer nur ein Konstantes, alles ist supergeil, dann genießt man die schönen Momente einfach mehr.
00:10:55: Like me ist in Los Angeles entstanden?
00:10:58: Erzähl mal, in was für eine Situation ist das passiert?
00:11:02: Das war der letzte Tag, wir sind jedes Jahr für ne Woche zwei in LA und letztes Jahr waren wir da und haben auch das Video zu wie mein gedreht und haben dann am letzten Tag, vorher haben wir gute Songs gemacht, aber kein Song, wo ich so gesagt hab, den haben wir so wahnsinnig gefühlt und am letzten Tag haben wir einfach irgendwie so drauf losgeschrieben.
00:11:17: und dann kann dieser Song irgendwie so ganz schnell zu uns und diese Zeile, do you like me or do you like to lie to me, was halt quasi bedeutet.
00:11:26: Magst du mich oder magst du einfach nur mich anzulügen?
00:11:29: Die kam dann so und das fand ich irgendwie so.
00:11:32: Damit konnte ich mich so identifizieren.
00:11:33: Ich glaube, viele Menschen können sich damit identifizieren, dass man manchmal vielleicht gerne wissen will, was das jetzt genau ist und dass man vielleicht manchmal Angst hat, verletzt zu werden und vielleicht manchmal auch sich nicht traut, seine eigenen Gefühle preiszugeben.
00:11:46: Aber ich finde es total wichtig und der Song ist ein bisschen der Weg dahin, dass man alle kennt.
00:11:50: so bis auf.
00:11:51: Wenn ich die andere Person mag, dann kann ich dir das durchzeigen.
00:11:53: Und wenn nicht, dann muss ich das aber auch sagen, um Fairness zu behalten.
00:11:56: Und ich glaube, in meinem Umfeld auch, es ist ganz oft passiert, dass Menschen nicht gesagt wurden, wenn die andere Person das dann doch nicht so sehr gefühlt hat.
00:12:04: Und das tut dann richtig weh.
00:12:05: Und der Song soll das ein bisschen verhindern.
00:12:08: Also, ich sag mal so, wenn es bei dir irgendwann mal mit den Hit-Paraden und den Schatz mal nicht mehr klappt, kannst du praktisch Lebensberatung machen.
00:12:18: Weil du hast eine Menge tolle Ansichten.
00:12:21: Aber lustigerweise ist es so, dass ich genau zu der Zeit, wo ich diesen IP geschrieben habe, hatte ich in meinem ganz engen Freundeskreis zwei Trennungen von längerem Beziehung.
00:12:29: Und ich habe dann ganz viel mit den Jungs drüber gesprochen.
00:12:33: Und ich glaube, daher kamen auch so viele von diesen Themen, weil es halt einfach dann auf einmal beschäftigt ist, damit du sprichst Sachen laut aus, die du denkst, aber die du weißt.
00:12:40: Das ist ja auch schön am Musik.
00:12:42: Manchmal weiß ich gar nicht, dass ich gewisse Sachen denke, bis ich sie gesungen habe.
00:12:44: Und dann denke ich mir, ach, guck mal, schön, dass es sowas gibt wie Musik, dass es die Sachen dann auch rausbringen kann.
00:12:50: Und genauso ist es, wenn man auf einmal über solche Themen redet.
00:12:53: Und ich glaube, das Wichtige ist, dass man auch sich selber in so einer Situation, wo man so ein Song schreibt, bewusst ist.
00:13:00: Ich zeig mich mit dem Finger auf andere Sachen.
00:13:01: Ich mach das auch, damit ich mich selber daran erinnert, dass das so ist.
00:13:04: Demalsprechend, ich weiß, dass ich der beste Lesberater wäre, aber ich glaube, Musik ist ein guter Weg, manchmal seine eigenen Ansichten selber zu verstehen.
00:13:12: Insofern ist Musik als Therapie für dich ja praktisch kein Kostenfaktor, sondern Eine Sache, die dir doppelt gibt.
00:13:22: Also A. Hast du denn Beruf und B. Lernst du was über dich und das Leben?
00:13:28: Ja voll und manchmal ist aber auch der Grund, warum man Gefühltherapie braucht.
00:13:32: Das ist davon auch nicht vergessen.
00:13:33: Man hat immer so seine Emotionen da komplett reinlegt und dann interessiert es zum Beispiel nicht so viele Leute wie jetzt im letzten Jahr oder sowas.
00:13:40: Das passiert ja immer wieder.
00:13:41: Dann muss man aufpassen, dass man das nicht zu sehr persönlich nimmt.
00:13:44: Weil wenn man, ich sag immer, wir spielen Lotto mit unseren Gefühlen, es kommen jeden Tag hunderttausend Songs aus Spotify raus und davon werden Die aller, aller wenigsten wirkliche Hits.
00:13:52: Und natürlich, wenn wir irgendwie ein bisschen länger schon dabei sind, haben wir das Glück, dass mehr Leute das sowieso mitbekommen.
00:13:57: Aber ich glaube, man darf halt nicht so persönlich nehmen, wenn es dann mal nicht so läuft.
00:14:02: Und ich glaube, man muss das Positive sehen, eben genau das Musik machen, um Musik zu machen und nicht Musik machen für den Erfolg.
00:14:09: Und wenn der kommt, ist es super.
00:14:10: Und wenn nicht, geht es weiter.
00:14:12: Du gehst auf Tour im Februar.
00:14:14: Eine Menge Stationen muss ich sagen, es wird ja auch international.
00:14:18: Also du bist in Luxemburg, du bist in Österreich, in Wien, du bist in der Schweiz, Zürich, du bist in Warschau, Prag, Budapest, du wirst langsam immer internationaler.
00:14:32: Ja, es war, es ist lustigerweise, ich liebe das ja.
00:14:34: Also es ist schon so, dass natürlich in Deutschland und Österreich und in Schweiz, der immer noch der größte Markt ist, da spielen wir die größten Shows, aber es ist super cool, auch zu sehen, dass es irgendwie in Tschechien wächst und in Ungaben wächst.
00:14:44: Und wir spielen jetzt auf jeden Fall in Tschechien und Ungaben unsere größten Shows, die wir da jemals gespielt haben.
00:14:48: Und gleichzeitig waren wir der zweitmeist gespielte, independenten Künstler, und ich glaube top ten der internationalen Künstler in Italien im letzten Jahr.
00:14:57: Sie sind in Belgien gerade top zwanzig.
00:14:59: Und es gibt irgendwie immer wieder so einen Moment, in dem man sich denkt, das ist so verrückt, dass so viele Leute in so vielen Ländern irgendwie diese Musik hören, die wir im Bochum und im Studio machen.
00:15:07: Und das ist total geil.
00:15:07: Ich liebe wirklich international unterwegs zu sein, mit meiner Band irgendwie dann eine Stadt zu besichtigen.
00:15:12: Ich liebe es, dass ich zum Beispiel jetzt beruflich nach Italien.
00:15:15: Fliege und dann in Rom eine Pasta essen, bevor ich zum Radiasender gehe.
00:15:19: Das ist schon crazy und das genieße ich sehr.
00:15:22: Also ich finde diese internationale Komponente total schön, weil eigentlich war immer der Wunsch von mir, ich mache englische Musik, weil ich eigentlich Menschen auf der ganzen Welt erreichen möchte.
00:15:31: Und wenn das irgendwie klappt, dann ist es sehr geil.
00:15:35: Gibt es einen Land, das dich sehr überrascht hat, dass die dich dort auf den Zettel haben?
00:15:42: Also mehr als jetzt mal wegen Ungarn oder oder oder Polen oder Tschechien.
00:15:47: Ja, lustigerweise ist so, dass in Ungarn, dass es wirklich aus dem Nichts kam, also es war wirklich schon länger.
00:15:55: Also Ungarn ist wirklich ein ganz stabiler Markt zu uns seit vier Jahren.
00:15:59: Also in Ungarn läuft meine Musik wirklich viel im Radio und wir spielen dann große Shows und so was.
00:16:04: Und das ist irgendwie verrückt, weil ich hatte gar keine Beziehung zur Ungarn.
00:16:07: Ich verstehe kein Wort von der Sprache.
00:16:08: Es ist völlig wild, versuchen wir immer ein bisschen was beizubringen.
00:16:11: Aber ich war auch vor allem in den Mudapest.
00:16:13: Und jetzt bin ich halt schon oft da gewesen und ich habe total diese Stadt auch liegen gelernt und so.
00:16:18: Und das ist halt total cool, dass man so andere Orte auf einmal kennenlernt.
00:16:21: Und dieses, also letztes Jahr war es tatsächlich Italien.
00:16:24: Das kam auch so ein bisschen aus dem Nichts, aber immer noch ein Top Ten in Italien und ich habe so gedacht, okay.
00:16:28: Das ist crazy, weil ich war vorher noch nie in Italien im Urlaub und wir nehmen uns das jedes Jahr vor.
00:16:33: Und dann war ich auf einmal ganz weit in Italien, weil er das Song lief und Leute aus dem Urlaub haben mir dann irgendwie so Videos geschickt aus dem Supermarkt, wie dann so Bimei da lief oder was auch immer.
00:16:43: Das waren schon so zwei Länder, die mich sehr überrascht haben.
00:16:46: Und ich bin bereit für weitere Überraschungen.
00:16:48: Ja.
00:16:49: Die ungerische Sprache ist ja wirklich eine verrückte Sprache, weil die ist ja irgendwie mit keiner anderen Sprache auf dieser Welt so wirklich richtig eng verwandt, so ein bisschen mit dem Finnischen, ansonsten gar nichts.
00:17:02: Kannst du ein paar Worte auf ungerisch?
00:17:04: So, um die Fans zu begrüßen?
00:17:07: Ja, ich kann halt so Sia, ne?
00:17:08: Also, hallo.
00:17:10: Kösse, ne?
00:17:11: Man heißt ja Danke.
00:17:12: Ich glaube, Set-At-Lack heißt, ich liebe euch.
00:17:14: Das weiß ich mir, aber so was kann man gut auf der Bühne sagen.
00:17:17: Ich versuche mir immer beizubringen, wie man zählt.
00:17:20: Ich vergesse es jedes Mal.
00:17:21: Mein Drama ist halb ungar.
00:17:22: Deshalb sagt er mir das jedes Mal vor der Show.
00:17:24: Und dann musst du dir immer bei der Show noch mal angucken, dann musst du mir das zuflüstern.
00:17:29: Also es ist wahnsinnig schwierig, weil es genauso ist.
00:17:30: Man kann es sich nicht richtig von irgendwas herleiten.
00:17:34: Es ist ein reines Ausländischlernen.
00:17:36: Es ist, also es ist, auch du kannst nicht... Manchmal gibt es so in Italien zum Beispiel, auch Italienisch.
00:17:41: Ich kann kein Italienisch, aber ich...
00:18:00: Du bist am neunzehnten Februar in Leipzig auf deiner Tour.
00:18:05: Da bist ja auch regelmäßig.
00:18:09: Es war super geil.
00:18:11: Ich erinnere mich daran, weil wir im Teubchentag gespielt haben.
00:18:13: Ich bin wieder im Teubchentag.
00:18:14: Es gibt mir noch ganz wenige Tickets und es gab vor vielen Jahren meine allererste Tour.
00:18:19: Das war im Jahr zwei Tausend neunzehnt.
00:18:22: Da war ich noch nicht als Kamerad unterwegs, noch als Timkamerad.
00:18:24: Da lief das Ganze noch nicht so wunderbar und da war eigentlich mal das große Teubchentag gebucht.
00:18:29: Da gingen ja irgendwie tausend Drama-Leute rein oder so.
00:18:32: dann mussten wir etwas Ritschen in diese kleine Bar nebenan gehen, wie hundertfünfzig Leute rein.
00:18:36: Und das war nicht mal ganz voll.
00:18:37: Und dann stand ich da in dieser großen Halle, haben wir gedacht, irgendwann spiele ich mal hier.
00:18:41: Und jetzt spiele ich das zweite mal da, es wird sehr wahrscheinlich ausverkauft sein.
00:18:44: Und das ist cool, wenn man so Momente hat, dass man so selber noch mal merkt, okay.
00:18:49: Krass vor fünf, sechs Jahren, egal wie selbstkritisch man ist, wer aber der Tim Deider stand, sehr, sehr, sehr happy gewesen und sehr stolz gewesen, was wir hier erreicht haben.
00:18:58: Und deshalb muss man das auch genießen.
00:18:59: Also freue ich mich auf Leipzig.
00:19:00: Axel trifft Kamrat.
00:19:01: Am neunzehnten Februar ist er auf Tour im Leipziger Teubchental.
00:19:05: Alles über ihn, seine Musik und die Tourdaten findet ihr auf kamrat-music.com und auf seinen Social Media Kanälen.
00:19:12: Auf Facebook und Instagram findet ihr auch Axel trifft.
00:19:15: Gerne folgen, gerne liken.
00:19:17: gerne auch abonnieren auf eurer Podcastplattform und gerne
00:19:20: auch eine Bewertung
00:19:21: dalassen.
00:19:22: Danke fürs hören, ich bin Axel Metz, bis zum nächsten Mal.